Die Grünen im Bezirksbeirat

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Die auf dieser Seite dargestellten Inhalte liegen ausschließlich in der Verantwortung der Partei bzw. Gruppierung.

 

 


 Roselinde Schwalm

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Dr. Dietlinde Kolling
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Klaus Fanz  Peterstaler Straße 36
Tel. 889291  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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 Jörg Dulz

Grüne Promis zu Besuch bei der Ziegelhäuser Kerwe 2022

Beide hatten nicht weit - aus Pfaffengrund und Bergheim zur Ziegelhäuser Kerwe.

Theresia Bauer, Landtagsabgeordnete und Wissenschaftsministerin sowie Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Berliner Wirtschaftsministerium.

Jedenfalls - die Grünen in Ziegelhausen freuten sich über den Besuch der beiden "Frontfrauen" aus Heidelberg.

 

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Konzept für ein gesamtstädtisches Radwegenetz

Wir Bezirksbeirät*innen für Bündnis 90/Die Grünen möchten Sie auf ein Projekt hinweisen, das für jeden Stadtteil Heidelbergs relevant ist. Florian Lederbogen und Lukas Pilz vom AK Klimaschutz der Grünen Heidelberg haben einen Vorschlag für ein zukünftiges Radverkehrsnetz in Heidelberg erarbeitet, das sie gerne mit den Akteur*innen auf Stadtteilebene besprechen und weiterentwickeln möchten. Hierfür haben sie ein Infopapier aufgesetzt und eine Karte mit dem Radwegenetz erstellt, die sie bereits mit Akteur*innen des Heidelberger Radverkehrs abgestimmt haben (ADFC, IG Rad, Radentscheid).

Herr Lederbogen und Herr Pilz wollen anhand dieser Karte ihren Netzvorschlag der Stadtgesellschaft vorstellen und bitten Sie um stadtteilbezogene und auch übergreifende Rückmeldungen. Lassen Sie uns Ihre Meinungen, Ergänzungen, Kritik und Änderungsvorschläge wissen. Dazu wird es auch eine Beteiligungsveranstaltung:

Datum: Freitag, 24. Juni

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Ort: Bürgerzentrum Neuenheim, Lutherstraße 18

Gerne können Sie diese Mail auch an weitere mögliche Interessierte weiterleiten. Vielen Dank!

Ziegelhausen – Stiefkind städtischer Verkehrsgestaltung

Sicher -  in Ziegelhausen kann kein Verkehrsplaner einen Exzellenzpreis gewinnen. Dazu schränkt die Topografie von Neckar- und Steinbachtal zu sehr ein. Das Netz der in die Wohngebiete führenden Straßen folgt im wesentlichen dem Flurwegenetz, das schon vor 150 Jahren benutzt worden ist. Die enorme Bevölkerungszunahme von 1945-1970 und die Zunahme der Auto’s schufen folgerichtig enorme Probleme, die sich in Gehwegparken, Engstellen und Parkplatznot aber auch schlechten Straßen zeigen.

Somit ist der Umstieg auf den ÖPNV, den Rad- und Fußwegeverkehr nahezu zwingend.

Das Fußwegenetz muss erfasst, saniert und ausgebaut werden, damit ein problemloses Erreichen der ÖPNV – Haltestellen möglich wird.

Radwege sind in Ziegelhausen nur unterhalb des Klosters angelegt, auf der L534 als abmarkierte Seitenstreifen. Die Stresssituationen auf dem kombinierten Rad- und Fußweg zum Russenstein - z.B: Jogger*innen mit Knopf im Ohr versus Fahrradklingel- müssen durch die Einrichtung eines Fußweges an der Wasserlinie gemildert werden. Der Brückenneubau muss den Radverkehr gleichberechtigt stellen. Einen Radweg ins Steinbachtal gibt es nicht. Daher ist Tempo 30 in der Peterstaler Straße zwingend. In Kombination mit weiteren Fußgängerquerungen kann dort ein gefahrloseres Miteinander ermöglicht werden.

Für die Kleingemünder Straße wird es keinen Königsweg geben. Seit 40 Jahren erweist sich die ehemalige Hauptstraße als Zankapfel von Anwohnern, Bürgern und Geschäfteinhabern. Das zugesagte Konzept einer Aufenthaltsstraße bleibt das verantwortliche städtische Verkehrsmanagement seit Monaten schuldig. Die Geschäftswelt besteht auf freier Durchfahrt – auch für Nichtkunden. Anderswo bestätigen Studien, dass in autofreier Umgebung mehr eingekauft wird. Die beiden Parkplätze müssten so frei gehalten werden, dass Kunden dort ihren Fußweg beginnen können. Dazu ist z.B. ein ganztägiges Parken für Nichtanwohner mit Kontrollen, Bewirtschaftung und Parkpreis unmöglich zu machen.

Hirtenaue, Schönauer Straße, Friedhofweg und Moselbrunnenweg können den Verkehr von nahezu 3000 Bewohnern nicht problemlos auffangen. Entstehende Engstellen und Gegenverkehr bringen täglich Hunderte Autofahrer verkehrswidrig auf die Gehwege und ins Falschparken. Hier sind auch technische Hilfen wie bessere Spiegel oder Warnblinklichter angezeigt sowie eine Neubewertung des gesamten Systems von Auf- und Abfahrtsstraßen.

Ziegelhausen liegt in einer Statistik der Forschungsgruppe FGW mit weitem Abstand an letzter Stelle der Stadtteile beim Nicht - PKW – Verkehr. Verkehrliches Stiefkind zu sein liegt nicht nur an der bergigen Umgebung.

Den/die künftige Oberbürgermeister/in muss man in Ziegelhausen an solchen Lösungen messen.

Klaus Fanz

Radioaktives Gas Radon keine Gefahr in städtischen Gebäuden

Auf Antrag der Bezirksbeiräte von B90/Die Grünen hat die Stadt Heidelberg (Bauamt und Umweltamt) in Ziegelhäuser städtischen Gebäuden mit Bediensteten, Schüler*innen, Kindern und Lehrer*innen über die Vorheizperiode 2021 und Heizperiode 2021/2022 Radonmessungen durchführen lassen. Radon entweicht dem Erdreich, kann in Gebäude eindringen und sich dort konzentrieren. 

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Es trägt sogenannte radioaktive "Alpha-Strahler" mit sich, die -in die Lunge eingeatmet- auf längere Sicht Krebs auslösen können. Das Land Baden-Württemberg hat Radon landesweit kartiert und besonders im Schwarzwald hohe Werte festgestellt. Die Bundesregierungen haben Grenzwerte für Neu - und Altbauten festelegt (100 Bq/m³ bzw. 300 Bq/m3). Das Heidelberger Gebiet mit Schwerpunkt Rheinebene ist deutlich emissionsarm, punktuell anders kann es in den Bergstadtteilen aussehen, wo der Buntsandstein über einer Granitschicht liegt. Die Stadt Heidelberg hat nun auf eigene Kosten Teilmessungen in Ziegelhausen durchgeführt. Private Messungen in Ziegelhausen ergaben vereinzelt Werte von über 600 Bq. Erste Maßnahme ist immer die tägliche Durchlüftung. - Grundlegende Informationen: https://www.planet-wissen.de/video-radon--gefaehrliche-strahlung-im-alltag-100.html

[Klaus Fanz]

Übersicht über Zerstörungen durch Wildschweine

Forstamt will voraussichtlich am 24.3. im Bezirksbeirat berichten

Uns geht es darum, dass dieses Thema - nicht neu in der Ziegelhäuser Stadtteilpolitik - novelliert wird. Und dazu haben wir Fragen:

1. In welchen Gewannen richten Wildschweine Zerstörungen an?

   (Uns ist bekannt: Bächenbuckel, Hahnberg, Dossenheimer Tal, Waldgrenzgebiete über dem Köpfel)

2. Im äußersten Norden (Quellenweg) wurde eine elektrisch geladener Zaun errichtet.

Von wem? - Ich nehme an, von der Firma Neuner, die ihre Rinder zurückhalten will.

Man sagte mir, dass dieser Zaun etwas (mit stromführenden Litzen weiter unten) umgestaltet werden könnte, um auch Wildschweine zurückzuhalten.

Kommen dort diese Wildschweine aus dem Staatswalt?

3. Ist die Wildschweinpopulation dort und in ganz Ziegelhausen erhöht und darf/ soll diese Population durch Jäger reduziert werden?

4. Werden Grundstückbesitzer bei Schäden entschädigt - von wem?

5. Erhalten Grundstücksbesitzer Hilfen zur Errichtung von Abwehrmaßnahmen?

6. Wir gestaltet sich diesbezüglich die Kooperation mit ForstBW?

7. Am 24.3. findet die nächste Bezirksbeiratsitzung in Zghn statt. Würde es einen (zeitlichen) Sinn machen, diese Erkundigungen/Informationen zum Tagesordnungspunkt zu machen?

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksbeirat Ziegelhausen

Grüne wollen WLAN - HotSpot

Heidelberg - Marketing hat bislang schon viele belebte und frequentierte Plätze mit öffentlichem WLAN versehen. "HD4YOU". 
Auch der Ebertplatz / Müller-Park wird gerade im Sommer von vielen Menschen besucht, denen ein kostenloses WLAN dort  sehr angenehm wäre. Im Sendebereich lägen Ebertplatz, Müller-Park und Dorfbrunnen. Ob es technisch auch zu den Sitzplätzen am Neckarufer reicht muss man prüfen.

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Fraktion Bündnis90 / Die Grünen im Bezirksbeirat Ziegelhausen

Eine Bilanz zur „Halbzeit“ und Ausblick für stadtteilpolitische Arbeit in Ziegelhausen

  • Ein „Großthema“ läuft, wird aber nur noch punktuell mit dem Bezirksbeirat zu tun haben, sondern zwischen Stadtverwaltung und Gemeinderat besprochen und entschieden werden:

     Die „neue Neckarbrücke“ mit dem Baubeginn 2028. Grundsätzlich hat 
    der Bezirksbeirat mit Auflagen sein Einverständnis erklärt.

  • Das zweite „Großthema“ betrifft immer noch und wieder mal die verkehrlichen Regelungen in der Kleingemünder Straße. Um die hohen „Nur – Durchfahrerzahlen“ und das Tempo zu reduzieren hatte der Bezirksbeirat auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen im Einklang mit dem Verkehrsmanagement zunächst die testweise Errichtung einer Schranke empfohlen, die den „Nur-Durchfahrenden“ den zeitlichen Vorteil nehmen sollte, um auf die Neckarbrücke zu gelangen.
    Mit dem Amtsantritt der neuen Amtsleiterin des Verkehrsmanagements änderte sich dessen Sichtweise: Verkehrshindernisse, Ausbau des Straßenverkaufs sollen dasselbe Ziel erreichen. Im September 2021 gab es dazu eine Bürgerversammlung. Mit dem Jahreswechsel 2021/2022 sollten Ergebnisse dieser Überlegungen vom Amt vorgestellt werden.
  • Querungshilfen in der Peterstaler Straße sollen durch Einengung der Fahrbahn den Kraftfahrer zur Geschwindigkeitsreduzierung veranlassen, von Bündnis 90/Die Grünen gefordert. Diese Querungshilfen sind nun am „Edeka“, am „Grünen Baum“ und am „Kindergarten Peterstal“ eingerichtet und werden vervollständigt, bei der Kita Peterstal besteht die Option eines Fußgängerüberwegs.
  • Der nördliche Teil des bisherigen, namenlosen, Friedrich-Ebert-Platzes, soll künftig auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen „Frieda- und Mathias-Müller-Park“ heißen – in Ehrung der „Stillen Helfer“ von 1945.
  • Radon ist ein radioaktives Gas, das aus dem Erdreich in Häuser eindringen kann und dann – sollte es sich ansammeln – Lungenkrankheiten verursachen kann. Das städtische Umwelt- und Hochbauamt haben auf Bitten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aktuell dazu Langzeitmessstellen in städtischen Gebäuden eingerichtet.
  • Die Gemeinderatsfraktion von B90/Die Grünen hat zum Thema „Starkregen in Ziegelhausen“ im November 2021 eine informierende Begehung im Steinbachtal mit dem Umweltbürgermeister durchgeführt. Danach war dies auch Thema im Bezirksbeirat. Zu den allerersten Maßnahmen soll die zentrale Bereitstellung von Bereitstellung durch die Stadtverwaltung gehören.
  • Bündnis 90/ Die Grünen haben weiterhin beantragt, im Bereich Stiftsmühle – Haarlass – Russenstein die Wiederherstellung des Leinpfades (West) zu projektieren, um verhängnisvolle Begegnungen von Fußgängern, Radfahrern und Kinderwagenschiebern auf dem jetzigen Gehweg (Maximal 7 km/h) zu entkoppeln.
  • Anregungen zur verkehrlichen Verbesserung betrafen den im Augenblick fast nutzlosen Verkehrsspiegel im Knick der Hirtenaue. Hier wäre eine Doppelspiegel die bessere Lösung.
  • Weiter wird auf Anregung die Lärm messende Anzeige (für Motorradfahrer) am Ende der bebauten Wilhelmsfelder Straße in die vorgesehene Richtung –ortsauswärts- gesetzt.

Was steht an?

  • Restaurierung uns Sanierung des Leinpfades (Ost) zum Stauwehr hin.
  • Absicherung des Hangs am Bächenbuckel und Wiederherstellung der Verkehrsstraße.
  • (Fernziel) Tempo 30km/h in ganz Ziegelhausen innerhalb der Maßnahmen in der Gesamtstadt.
  • Ehrung der früheren Gemeinderätin Berta Steinbächer durch Umbenennung der „Steinbach-Halle“ in „Berta-Steinbächer-Halle
  • … und was sonst noch anfallen wird.

Inhaltliche Zusammenfassung der Bezirksbeiratssitzung vom 24.11.2021. 

Das Folgende ist kein berufbares Protokoll, sondern der Erinnerungsaufschrieb zur Sitzung.

  • Benennung des „Friedrich-Ebert-Platzes

Auf Antrag aus der Mitte des Bezirksbeirats wurde darüber gesprochen, ob der inoffizielle Friedrich-Ebert-Platz künftig den Namen von Frieda- und Mathias-Müller-Park tragen sollte, die im Spätwinter die jüdische Familie Herzberg bei sich versteckt und versorgt hatte. Dies war Inhalt eines Antrags der Bezirksbeiräte von B90/Die Grünen.

Die Stadtverwaltung in Person von Christof Müller hatte dazu eine Informationsvorlage geschrieben und das Benennungsvorhaben als annehmbar befunden, um endlich die Doppeldeutigkeit zum Friedrich-Ebert-Platz in der Altstadt zu beheben.

Der „Friedrich-Ebert-Platz“ in Zghn ist begrenzt vom Steinbachweg, der Peterstaler Straße und der Neckarhelle und wurde am 26.04.1946 so benannt. Sein Name war bei Umänderungen bei der Eingemeindung 1975 nicht betroffen, da keine postalische Relevanz vorlag.

Klaus Fanz (B90/Grüne) führte an, dass es nicht darum gehe, den Namen von Friedrich Ebert zu eliminieren, sondern vielmehr darum, dass es in Ziegelhausen stille Helfer gegeben hat, die aus reiner Menschlichkeit gehandelt haben. Auch stünde es Zghn gut an, den Müllers, denen die  höchste Auszeichnung Israels als „Gerechte“ verliehen wurde, als „Licht im Stadtteil leuchten zu lassen“. Man könnte den Park so mit Hinweistafeln versehen, dass dies Einheimischen, Schulkindern, Besuchern Information bringe.
Nur 2 Straßen im Stadtteil tragen die Namen von gebürtigen Ziegelhäusern. Da bestünde Nachholbedarf.
Diese öffentliche Ehrung solle aber in Zghn stattfinden, nicht in Patrick-Henry-Village an einer Nebengasse-Benennung.

Volker Hug (CDU) schlug vor, jetzt keinen Schnellschuss zu machen, sondern weiteren Rettungstaten, die sich womöglich auch in Zghn ereigneten, auf den Grund zu gehen – zu sammeln. Auch Sven Schuster (SPD) unterstützte dieses Argument. Diese Überlegungen sollten erst in die Bevölkerung getragen werden, auch in die Schulen.

Egon Müller, der Enkel der Müllers, hob die rein private Hilfeleistung seiner Großeltern hervor und beschrieb auch die Kontakte der Müller’s zu den Herzberg’s in der Nachkriegszeit.

Klaus Fanz sah die beiden Grundschulen auf Grund derer Bildungsziele nicht als Zielobjekte einer solchen Diskussion, in die Öffentlichkeit sei das Thema ja gerade neulich getragen worden.

In einer kurzen Beratungszeit wurde ein Kompromiß geboren.

Nicht der vollständige Friedrich-Ebert-Platz soll in „Frieda-und-Mathias-Park“ umbenannt werden, sondern der Teil des Parks nördlich des Fußwegs von der Fußgängerampel zum Restaurant.

Zusätzlich sollen auf Hinweistafeln neben der Müller’schen Rettungstat auch andere mutige Ziegelhäuser aufgeführt werden, die in der Nazizeit anderen Menschen in ähnlicher Weise geholfen haben. Aber auch Ziegelhäuser oder andere , die Opfer des Naziterrors in der Gemeinde waren, sollen ihren Platz finden.

Antragssteller an die Stadtverwaltung können aber nur Gemeinderäte sein, die dann auch darüber entscheiden.

  • Starkregenmanagent im Stadtteil

Herr Kai Schaub vom Umweltamt stellte dar, was Land und Stadt inbesondere seit dem Starkregenunglück in Braunsbach 2016 auf den Weg gebracht haben.

Hauptaugenmerk gelte dabei Handschuhsheim, Ziegelhausen und Schlierbach.
Er beschrieb ein „Worst-Case“-Szenario, nach dem der Wasserhalt von 14 Schwimmbädern innerhalb von3 Stunden anfielen und durch das Peterstaler Tal, Kreuzgrund und Steinbachtal flössen. Dabei legte er nicht mal die Niederschlagsmenge von Braunsbach (106 mm/m²) zu Grunde.

Starkregenkarten und Überschwemmungskarten sind auf den Seiten des Umweltamtes einsehbar.
https://www.heidelberg.de/Starkregen

Man habe auch schon das Kreuzgrundtal eingesehen und per Computersimulation feststellt, dass die Errichtung kleiner kaskadierender Becken nur geringen Erfolg brächten. Man müsse schon an größere Regenrückhaltebecken denken. Herr Wilfried Münster, der die Amphibienwelt im Kreuzgrundtal seit Jahren betreut forderte aber, den Naturschutz dabei einzuplanen.

Zusätzlich seien die Querrinnenabflüsse auf den Waldwegen ständig sauber zu halten.

Klaus Fanz erinnerte daran, dass vor Jahrzehnten der bestehende Mühlkanal am Osthang des Büchsenackers zugeschüttet wurde. Besteht hier eine Möglichkeit – langfristig über Wiederherstellung-  die doppelte Wassermenge zum Neckar zu transportieren? Herr Schaub will der Sache nachgehen.

Sowohl Herr Schaub als auch Klaus Fanz sprachen als „Sofortmaßnahme“ die Bereitstellung von Sandsäcken für die betroffenen Häuser an.

Weiter möchte die Stadtverwaltung der Vorwarnung halber Pegelmessgeräte und Kameras installieren.

Katastrophenwarnungen seien bei Starkregen schwer rechtzeitig umzusetzen, im Gegensatz zum Flusshochwasser des Neckars, dennoch ließe sich im Ansatz schon ein hilfreiches System installieren.

Das Umweltamt möchte im Frühjahr 2022 die betroffenen Bürger in Informationsveranstaltungen einbinden. Dabei sollen Schwerpunkte auf privater Vorsorge liegen und auf den Aktivitäten der Stadt, Wasserdurchfluss zeitlich zu verzögern.

 

Sitzung des Bezirksbeirats am 24.11.2021

Antrag auf Befassung um eine teilweise Neubenennung des (namenlosen, inoffiziellen) „Ebert-Platzes“ in Ziegelhausen in „Frieda- und Mathias-Müller- Park/- Anlage“. Gemeint ist hierbei die bestehende jetzige Nur-Parkanlage mit Bäumen, Bänken, Skulpturen und Waschfrau.

Begründung

Ganze 2 Straßen sind bisher in Ziegelhausen nach verdienten und gebürtigen Ziegelhäusern benannt.
Frieda (*1902) und Mathias Müller (*1898), beide gebürtig in Ziegelhausen und lebenslang hier wohnend, haben in aller Stille im Winter 1945 einen großartigen Akt der Menschlichkeit praktiziert: Sie nahmen die jüdische Familie Herzberg aus Mannheim auf, die auf der Flucht vor der Deportation in ein Konzentrationslager war und versteckte sie bis Kriegsende auf dem Dachboden im Rainweg 24 (jetzt 101) und versorgte sie mit dem Allernötigsten. Aber neben der menschlichen Hilfe muss auch die Gefahr und der Mut gesehen werden, in die sich die Eheleute Müller begaben bzw. aufbrachten. Jede Denunziation, jeder Zufall hätte unweigerlich für alle Beteiligten schwerste Bestrafungen nach sich gezogen. Gerade in den letzten der Wochen des Krieges waren Polizei, SS, auch Wehrmacht unnachsichtig gegen weiße Tücher, Nichtbefolgung von Anordnungen oder auf Grund von Denunziationen.

Die Familie Herzberg überlebte, die Helfer der Flucht aus Mannheim wurden 1978 von „Yad Vashem“ als „Gerechte unter den Völkern“, Gertrud Hammer mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Beide Eheleute erlebten dies allerdings nicht mehr, sie verstarben 1969.
Vermutlich wird es einigen zunächst Ziegelhäusern schwerfallen, sich an den neuen Namen zu gewöhnen. Die Antragssteller sind allerdings davon überzeugt, dass ein Friedrich Ebert diese Würdigung mehr als gut hieße. Zudem sollten Stadtteil und Stadt das Erbe der Menschlichkeit aus brutaler Zeit in Form eines Gedenkens würdigen – gerade in der heutigen Zeit, in der Nazi-Terror oft relativiert oder gar geleugnet wird. Dazu seien auch die Worte von Prof. Johannes Heil, dem Leiter der Hochschule für jüdische Studien vom 27.1.2020 erwähnt, dass „man diese stillen Helfer in Heidelberg durchaus mit der Benennung von Straßen ehren“ könne. Der Stadtteilverein brachte im August 2021 eine kleine Gedenktafel an. Dafür ist ihm zu danken. Natürlich wäre ein „Müller-Park“ in der Ortsmitte weithin sichtbarer.

Als Personenkenner und Sachverständiger steht Herr Egon Müller, der Enkel der Eheleute, zur Verfügung. (Quellenweg 19, 69118 HD-Zghn)

Weiterführende Details:


HD-Ziegelhausen, 07.09.2021    
Klaus Fanz, Bezirksbeirat B90/Die GRÜNEN

Gefahrenstellen mindern durch Querungshilfen und Geschwindigkeitsreduzierung.

MdB Brantner bei Lokaltermin an der Kindertagesstätte Peterstal

Die KiTa bildet zusammen mit dem Parkplatz der Bürgerbegegnungsstätte und dem Kinderspielplatz ein sensibles Ensemble. Dazwischen liegt die Wilhelmsfelder Straße mit Tempo 50 und noch ohne Querungshilfe. Die Kinder werden auf dreierlei Art mit dem Auto gebracht oder abgeholt:  Die Eltern des Unterdorfs parken oft straßenaufwärts unter Benutzung des Gehwegs. Von oben kommende Eltern halten schnell mal auf der Westseite. Einige Eltern benutzen den Parkplatz und überqueren dann die Wilhelmsfelder Straße, wenn gerade mal kein Auto kommt. Eine fest installierte Querungshilfe wäre den Erzieherinnen auch beim Besuch des Spielplatzes von Vorteil. Die Stadt Heidelberg hat im Rahmen des „Sicherheitsaudits“ eine Prüfung von Querungsmöglichkeiten zugesagt.     

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Tempo 30 wurde von den Grünen für die Peterstaler und Wilhelmsfelder  Straße schon beantragt und von der Verkehrsbehörde der Stadt abschlägig   beschieden, weil die Kriterien für Lärmbelastung oder Unfallträchtigkeit nicht zuträfen. Wohl aber sehen die bundesweit gültigen Regelungen durchaus eine Geschwindigkeitsreduzierung vor, wenn Ein- und Ausgang einer solchen Einrichtung direkt an der Straße liegen. Dies ist in Peterstal der Fall (linker Bildrand) und wird von den Grünen auch so unterstützt.

Die Stadträte Christoph Rothfuß, Sahin Karaaslan, MdB Franziska Brantner und Bezirksbeirat Klaus Fanz machten sich ein Bild der Örtlichkeit und kamen dabei ins Gespräch mit Frau Simone Freudenberg, die aus ihrer Arbeit aus dem Heidelberger Gesamtelternbeirat berichtete und das vermutete oder gesicherte bzw. erwartbare Verhalten von Kindern in die pädagogische Überlegung einbezog, ältere Kinder auch mal allein zur Schule oder Kindergarten gehen zu lassen. Dazu sollten natürlich die Rahmenbedingungen stimmen wie Tempo 30 an Kindergärten oder Schulen, wo machbar.

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Sitzung des Bezirksbeirats am 24.11.2021

Antrag auf Befassung um eine Neubenennung (eines Teils) des namenlosen, inoffiziellen „Ebert-Platzes“ in Ziegelhausen in
„Frieda- und Mathias-Müller- Park/- Anlage“

 

Begründung

Mit der Eingemeindung 1975 verlor der „Ebert-Platz“ seinen offiziellen Namen, da in der Altstadt der „Ebert-Platz“ bzw. „Ebert-Anlage“ schon vorhanden war. Wie sich allerdings in Vorgesprächen heraussstellte, wurde die Bezeichnung "Friedrich-Ebert - Platz" zumindest in den Jahren 1974 und 1975 nicht aberkannt.
Ganze 2 Straßen sind bisher in Ziegelhausen nach verdienten und gebürtigen Ziegelhäusern benannt.
Frieda (*1902) und Mathias Müller (*1898), beide gebürtig in Ziegelhausen und lebenslang hier wohnend, haben in aller Stille im Winter 1945 einen großartigen Akt der Menschlichkeit praktiziert: Sie nahmen die jüdische Familie Herzberg aus Mannheim auf, die auf der Flucht vor der Deportation in ein Konzentrationslager war und versteckte sie bis Kriegsende auf dem Dachboden im Rainweg 24 (jetzt 101) und versorgte sie mit dem Allernötigsten. Aber neben der menschlichen Hilfe muss auch die Gefahr und der Mut gesehen werden, in die sich die Eheleute Müller begaben bzw. aufbrachten. Jede Denunziation, jeder Zufall hätte unweigerlich für alle Beteiligten schwerste Bestrafungen nach sich gezogen. Gerade in den letzten der Wochen des Krieges waren Polizei, SS, auch Wehrmacht unnachsichtig gegen weiße Tücher, Nichtbefolgung von Anordnungen oder auf Grund von Denunziationen.

Die Familie Herzberg überlebte, die Helfer der Flucht aus Mannheim wurden 1978 von „Yad Vashem“ als „Gerechte unter den Völkern“, Gertrud Hammer mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Beide Eheleute erlebten dies allerdings nicht mehr, sie verstarben 1969.
Vermutlich wird es einigen Ziegelhäusern schwerfallen, sich an den neuen Namen zu gewöhnen. Die Antragssteller sind allerdings davon überzeugt, dass ein Friedrich Ebert diese Würdigung mehr als guthieße. Zudem sollten Stadtteil und Stadt das Erbe der Menschlichkeit aus brutaler Zeit in Form eines Gedenkens würdigen – gerade in der heutigen Zeit, in der Nazi-Terror oft relativiert oder gar geleugnet wird. Dazu seien auch die Worte von Prof. Johannes Heil, dem Leiter der Hochschule für jüdische Studien vom 27.1.2020 erwähnt, dass „man diese stillen Helfer in Heidelberg durchaus mit der Benennung von Straßen ehren“ könne. Der Stadtteilverein brachte im August 2021 eine kleine Gedenktafel an.

Als Personenkenner und Sachverständiger steht Herr Egon Müller, der Enkel der Eheleute, zur Verfügung. (Quellenweg 19, 69118 HD-Zghn)

Weiterführende Details:


HD-Ziegelhausen, 27.8.2021     Klaus Fanz, Bezirksbeirat B90/Die GRÜNEN

Sitzung des Bezirksbeirats am 24.11.2021

Antrag von B90/Die Grünen auf Information durch die Stadtverwaltung - Schutz des Steinbachtals bei weitreichendem Starkregen besonders im Quellbereich des Steinbachs und des Peterstaler Bachs.
Begründung Nach übergroßer Mehrheit der entsprechenden wissenschaftlichen Klima- und Umweltforschungsinstitute werden solche Überschwemmungskatastrophen wie in Braunsbach 2016 oder Ahrtal 2021 öfter eintreten, womöglich mit noch stärkeren Auswirkungen. Das Steinbachtal in Ziegelhausen-Peterstal ist ca. 5 km lang (Langer Kirschbaum/Dossenheimer Kopf – Neckarmündung) und gerade im mittleren und unteren Bereich bis in die Tallinie und diese überquerend überbaut. Der Bach ist zum größeren Teil verdohlt. In der Vergangenheit gab es immer wieder mal leichte Hochwassersituationen, die keine großen Beschädigungen zur Folge hatten. Das schlimmste Szenario vorausgesetzt, nämlich große Wassermassen, die das Bachbett oder die Röhren verlassen und in die Häuser eindringen, Dämme überwinden, …  welche vorausschauenden derartigen Untersuchungen liegen bei der Stadt Heidelberg vor? (Materialuntersuchungen, Computersimulationen, Schutz von Häusern,…) Es wären zwar bei weitem nicht die Zahl der Häuser betroffen, dennoch wären derartige Auskünfte über den Bärenbach, den Mausbach, den Moselbrunnenbach und den Hirtenbrunnenbach (Meschgraben) mehr als informativ.

Das Umweltamt wird am 24.11.21 über diesen Komplex in Ziegelhausen informieren.
Schon lassen sich Details lesen und anschauen  http://heidelberg.de/starkregen

Eine fiktive "Überschwemmungskarte" simuliert ein entsprechendes Szenario

https://ww2.heidelberg.de/mapservicemobile/hd_data/Starkregen/UT_EXT_V/8221000_UT_EXT_V_007_Heidelberg.pdf

Inhaltliche Zusammenfassung der Bezirksbeiratssitzung vom 15.7.2021. Das Folgende ist kein berufbares Protokoll, sondern der Erinnerungsaufschrieb zur Sitzung.

Neubau Neckarbrücke

Frau Wasinger (Tiefbauamt) stellte die bisherigen Ämter-Grundplanungen vor. Demnach verbleibt der Standort an der bisherigen Stelle. Andere Überlegungen hätten aus Gründen der Verkehrsströme, der Hochwassersituationen und der Kosten keine Grundlage gefunden. Auch Rampen von West oder Ost von der L534 auf die Brücke wurden verworfen.

Die Brücke soll etwa 15 m breit sein, Autofahrspuren und Geh- und Radweg enthalten – nach Priorität des Tiefbauamtes auf der Westseite.  Allerdings gebe es wegen eines nichtstädtischen (privaten) Grundstücks den Zwang zu einer Engstelle. Die Bezirksbeiräte Schuster, Hug und Fanz wollten dem nicht unbesehen zustimmen. Die Stadt Heidelberg wurde daher beauftragt, einen Kauf dieses Grundstückes vorantreiben, um eine Engstelle („Delle“) zu vermeiden. An der Ziegelhäuser Einmündung der Brückenstraße priorisiert das Amt nicht die Kreisellösung, sondern eine Gabeleinmündung, ähnlich der bisherigen. Eine Anwohnerin der Kleingemünder Straße (Ost) gab kritisch zu bedenken, dass z.B. der Schwerlastverkehr durch eine neue, breitere Brücke in der Kleingemünder Straße größer werde. Bezirksbeirat Hug regte die Überlegung an, ob man mit einer modularen Bauweise nicht schneller zum Ziele komme. Begonnen werden soll im Jahr 2028, für die Bauzeit rechnet man mit 2-3 Jahren. Über Fördermittel ließen sich jetzt keine Aussagen treffen.

Sachstandsbericht über die Planungen zur Gestaltung der Kleingemünder Straße.

Probleme: Zu viele und oft zu schnell Fahrende in der verkehrsberuhigten Zone. Die neue Leiterin des Verkehrsmanagements, Frau Sauer, wies auf die Notwendigkeit für Verbesserungsmaßnahmen hin, so sonst u.U. die Zurückstufung in eine Tempo 30 – Zone drohe.
Weit in die Vergangenheit der 80 iger Jahre reichen  die Diskussionen um die Ausgestaltung der ehemaligen Hauptstraße. Dem Wunsch vieler Ziegelhäuser nach einer fußläufigen Einkaufsstraße stand immer auch das Verlangen der Geschäftsinhaber nach Benutzung von Kundenautos in der Straße gegenüber. Das Verkehrsmanagement, aber auch die CDU im Gemeinderat unterstützten nicht mehr die vom Bezirksbeirat empfohlene testweise Ein-Schranken-Lösung. Das Verkehrsmanagement als anordnete Behörde sieht aus internen Arbeitsgruppen heraus eher die Umwandlung in eine Aufenthaltsstraße, deren Geradeaus-Durchfahrts-Charakter durch Instrumente wie z.B. Verkaufsraum auf der Straße, Sitzgelegenheit vor Bäckerei – Cafe, Bodenmalerei durch Kinder, Pflanzkübel in vorsichtiges Vorbeifahren umgewandelt wird. Bezirksbeirat Fanz wies darauf hin, dass im Bereich des Kuchenblech-Parkplatzes Parken und „Anliegen“ erledigen gut klappt und dass der längste Weg vom Parkplatz zu einem Haus in der Straße maximal 2 Minuten betrage. Deswegen sei auch die Ausweisung weiterer Halte- Parkplätze in der Straße kontraproduktiv. Die GRÜNEN würden zwar für die nächste Zeit immer noch die effektivere Schrankenlösung bevorzugen, um den „Nur – Durchfahrern“ den Zeitvorteil zu nehmen, verschlössen sich aber nicht dem vom Verkehrsmanagement vorgetragen Konzept. Bezirksbeirat Friedel gab zu bedenken, man müsste auch die Straßengestaltung mit angedeuteten Geh- und Fahrweg umändern, doch das wäre teuer. Frau Sauer kündigte eine Bürgerbeteiligung an – wahrscheinlich im September.

Lückenschluss des Radweges / Gehweges vom „Russenstein – Stiftsmühle

Um schon bestehende Gefahrensituationen auf dem bisher kombinierten Geh- und Radweg zu reduzieren hatten Gemeinderatsfraktion und Bezirksbeiratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Trennung beider vorgeschlagen so wie zwischen Stiftsmühle und Staustufe Schlierbach.
Allerdings sind die städtischen Überlegungen noch nicht sehr weit gediehen, da Frau Sauer erst seit kurzem im Amt ist. Erste Erkundigungen beim Wasser- und Schifffahrtsamt seien mit Hinweisen auf vorhandene Biotope und Baumbewuchs beschieden worden. Die Grünen hatten eine Prüfung beantragt, wie und unter welchen Kosten eine Restaurierung des ehemaligen Leinpfads unterhalb des Gehwegs möglich wäre. Es war in der Sitzung allerdings noch unklar, wer eigentlich der Eigentümer der Böschung von der Wasserlinie bis zum Gehweg ist. Das Amt für Verkehrsmanagement hat diesbezüglich Klärung zugesagt. Auch müsse noch eine mögliche Verbreiterung des Gehwegs und Tempo 30 und 50 geprüft werden.
Der kombinierte Geh – und Radweg weist dem Fußgänger Vorrangigkeit zu, der Radfahrer ist an eine Geschwindigkeit von 7 km/h gebunden. Bezirksbeirat Fanz berichtete, dass sich die 3 Gruppen Spaziergänger, Jogger und Radfahrer oft in die Quere kämen, Fußgänger einfach „weggeklingelt“ werden.

Verschiedenes 1 „Verkehrssituation Hirtenaue“

Nach dem Anbringen von 2 Pollern und einem Verkehrsspiegel ist das Verkehrsmanagement der Meinung, dass der Verkehrsregelung in der Hirtenaue genug getan sei. Polizei und eigenes Haus hätten berichtet, dass bei vorsichtigem Fahren keine Gefahrensituationen entstünden – so Frau Sauer.
Bezirksbeirat Fanz war anderer Meinung: Nicht viel sei gelöst, immer treffen sich pro Tag zigmal Auf- und Abfahrende frontal. Meist würde ausgewichen, indem der Fußgängergehweg widrigerweise voll überfahren würde, die Option „Zurückfahren“ nähmen nur wenige wahr.
Die Grünen hatten zwei Lösungsvorschläge ins Spiel gebracht: 1. Warnung durch ein gelbes Blinklicht frühzeitig sichtbar für Auf- und Abfahrende oder 2. Das Anbringen zweier Spiegel auf einer Gabel, die die gegenseitige Sicht deutlich erleichtern.
Frau Sauer relativierte diese „technischen“ Maßnahmen mit dem Hinweis auf die Nichtunfallträchtigkeit der Straße.

Verschiedenes 2 „Motorradlärm beim Ortsausgang L596“

Bezirksbeirat Fanz griff den Beitrag von BBR Hug der vorletzten Sitzung auf und verwies auf vorhandenen starken Motorradlärm beim Ausfahren Richtung Langer Kirschbaum noch innerhalb der Ortschaft. BBR Hug identifizierte den oberen von 2 orteinwärts stehenden Geschwindigkeitsmessern als Geräuschmesser, der dann in Form von Geschwindigkeitsangabe reagiere. Zudem meinten Hug und Fanz, dass dieser Messer prinzipiell falsch stehe, er müsse zum Ortsausgang.

Verschiedenes 3 „Einengung der Straße Am Bächenbuckel“
Stadtrat Frank Wetzel (Grüne) hatte eine Frage nach Beschleunigung des Verfahrens im Gemeinderat gestellt und wird dort auch Antwort bekommen.

Verschiedenes 4 „Zusage vom ehemaligen Tiefbauamtsleiter Weber“

Für einen „runden“ Experten-Amts-Tisch zum Thema Restaurierung des Leinpfads – Ost.
Herr Richard geht davon aus, dass dies im Zuge der Amtsübergabe an Herrn Hofbauer weitergegeben worden ist.

 Löst gelber Warnblinker das Hirtenaue - Problem?

Nur mit Mühe und illegaler Befahrung des Gehwegs kommen Fahrzeuge gerade im unteren Teil aneinander vorbei. Oft genug sind die nichtbevorrechtigten Fahrer stur und fahren nicht zurück. Der aufgestellte Spiegel kann entgegenkommende Fahrzeuge nur sehr unzureichend ankündigen.
Warum nicht Funktechnik zu Hilfe nehmen? Die Grünen greifen hier nun einen Vorschlag von Anwohnern auf, der eine Einbahnstraßenregelung der Hirtenaue vermeidet.
Dem bergab oder bergauf Fahrenden wird durch ein gelbes Blinklicht angezeigt, dass ein anderes Fahrzeug entgegenkommt. So kann er/sie die Fahrweise rechtzeitig einstellen, z.B. ganz unten an der Verbreiterung warten. Doch - wie wird das Blinklicht ausgelöst? Hier bieten sich z.B. in den Boden eingelassene Induktionsschleifen an oder die Erfassung durch einen Bewegungsmelder. Das gelbe Blinklicht verrichtet schon gute Dienste am Bootshaus in der Uferstraße.

Die Bezirksbeiräte von B90/Die Grünen in Ziegelhausen haben dem Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg diesen Vorschlag übermittelt.

Nein - nach Ansicht des städtischen Verkehrsmanagements nicht: 
(Auszug aus dem Antwortschreiben)

"Dem Anbringen eines, wie von Ihnen vorgeschlagenen, Gelblichtblinkers stehen wir kritisch gegenüber, da dieser keine rechtsbindende Wirkung hat. Er würde lediglich – wie auch der Verkehrsspiegel – eine Hilfe darstellen. Zudem ist das Verkehrsaufkommen in der Hirtenaue zur Zeit aufgrund der Baumaßnahme in der Schönauer Straße höher als zuvor. Wir gehen davon aus, dass sich die angespannte Situation beruhigt, wenn die Arbeiten beendet sind. Des Weiteren wird die Straße hauptsächlich von Anwohnenden befahren, denen die Örtlichkeit und Problematik bekannt ist."

Wenn beide - Spiegel und Blinklicht- keine rechtswirksame Wirkung haben, warum wird dann das ohne Zweifel wirksamere Blinklicht als "kritisch" bezeichnet. Beides sind doch "nur Hilfen", die Konfrontation oder -gar schlimmer- den Unfall bauen die Fahrer in Eigenregie.

Zusammenfassung der Sitzung des Bezirksbeirats vom 22.4.2021  -  (kein offizielles Protokoll.)

Erstmals online trafen sich die Ziegelhäuser Bezirksbeiräte mit Herrn Richard (Stadt Heidelberg - Sitzungsdienste) für eine vermeintlich "kurze" Tagesordnung.

TOP 1 Sanierung der Abwassersysteme in der Reinhard - Hoppe - Straße und im Rudolf - Stratz - Weg.

An Januar 2022 sollen die beiden Straßen abschnittsweise geöffnet werden, um neue Abwasserrohre, aber auch andere Versorgungssysteme zu legen. Dies wird sich als schwierig gestalten, da von 17 - 8 Uhr die Straßen - abgedeckt mit Stahlplatten- den Anwohnern zur Verfügung stehen sollen. Die bisherigen Kostenschätzungen belaufen sich auf 3,19 Mio €, die mit 3 Mio€ von den Stadtbetrieben finanziert werden sollen. Weitere Versorgungen betreffen Zuwasser, Gas-, Stromleitungen sowie Leerrohre für Glasfaserleitungen. Die Bezirksbeiräte Fanz (B90/Grüne) und Schuster (SPD) gaben zur Überlegung, ob denn ein sofortiges Verlegen der Kabel für schnelles Internet nicht die bessere Variante wäre. Fanz stellte die Frage, ob denn am Fuße des Hahnberges im Moselbrunnenweg oder Friedhofweg Möglichkeiten für solchen Anschluss bestünde. Dies muss noch geklärt werden. Nach dem Vortrag von Herrn Ludwig (Stadtbetriebe) befürworteten alle Bezirksbeiräte diese Maßnahme, die über einen Zeitraum von 2,5 Jahren abgeschlossen sein soll. Das "Sahnehäubchen" drauf ist natürlich eine neue Fahrbahndecke.

2. Fußgängerquerungen in der Peterstaler- und Wilhelmsfelder Straße

Schon in der vorletzten Sitzung hatte sich der Bezirksbeirat mit diesem Thema beschäftigt, auf Antrag der Grünen, im Paket mit einer allgmeinen Tempo 30 km/h - Regelung. Das zuständige Verkehrsmanagement  sieht  Notwendigkeiten, die Fußgänger auf dieser langen Straße besser zu schützen. Herr Gampp teilte mögliche Querungen als kurzfristig und mittel- und langfristig nur mit aufwendigeren Begleitarbeiten machbar ein.  1) eine Ost-West - Querung beim Edeka - Supermarkt zur Neckarhelle gab Anlass zur längeren Diskussion. Einige Räte befürchten, dass dadurch ein Parkplatz wegfallen könnte. Frau Pötzschke (CDU) forderte daher vom Verkehrsmanagement eine 100%-ige Zusage, dass dem nicht so sei. Man solle doch erst mal die Wirkung der neuen, reduzierten Geschwindigkeitsbegrenzung abwarten. Herr Gampp widersprach aber auch der Befürchtung der Bezirksbeiräte Hug (CDU) und Schlör (CDU), diese neue Querung wäre in Zukunft Ursache für Rückstaus bis in die Landesstraße hinein. Andere Rednerinnen wie Frau von Dahl (Kinderbeauftragte) befürworteten diese Maßnahme ob des Schutzes für Kinder und Jugendliche.  2) Querung am Gasthaus "Grüner Baum". Dort kann mit überschaubaren Mitteln eine solche eingerichtet werden. Gefahrenpunkt allerdings sei - wie bei allen Bushaltestellen -, dass wenn ein stehender Bus überholt würde, Autofahrer und Überquerender nicht die notwendige Sicht hätten. Gampp sieht die Lösung u.a. in Einrichtungen von Mittelinseln, die ein Überholen verhindern.  3) Kindertagesstätte Peterstal. - Schon allein die beiden Fakten, dass gegenüber ein großer Parkplatz vorhanden ist, der zum Transport von Kindern durch Eltern benutzt wird und etwas weiter ein Kinderspielplatz lockt, forderte das Verkehrsmanagement zu dieser Querungsplanung heraus. Oftmals seien aber Eltern so unvernünftig, dass sie statt des Parkplatzes ihr Auto am Straßenrand abstellten. Herr Hug schlug daher in unmittelbarer Nähe einen abgepollerten Bereich vor, auf dem man nicht parken könnte. Diese 3 Querungen können noch 2021 realisiert werden.

Komplexer sieht es mit  anderen Vorschlägen aus: Klaus Fanz brachte die Querung bei der Haltestelle Neckarschule ins Spiel. Nach seinen Erkundigungen sind hier ob konsequentem Training über die Ampelfußwege weniger die Grundschulkinder gefährdet als z.B. aus dem Bus aussteigende Schüler, deren Ziel der Schulspielplatz bzw. das Wohngebiet westlich der Peterstaler Straße ist. Herr Gampp bestätigte dieses Risiko, sah aber auf Grund der komplexen Situation dort aktuell keine Sofortlösung.
Frau von Dahl bekräftigte nochmals die Notwendigkeit für Querungen am "Steinbacher Tal" und am Fürstendamm. Herr Gampp widersprach dem nicht, verwies aber hier wie im Falle Schweizertalstraße auf notwendige bauliche Maßnahmen.

3. Verschiedenes

Klaus Fanz erkundigte sich beim Verkehrsmanagment über aktuelle Verfahrensstände:
Tempo 30 in Peterstaler und Wilhelmsfelder Straße wurde nach Behandlung im Gemeinderat vom Verkehrsmanagement abschlägig beschieden.
Die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Kleingemünder Straße werden dem Bezirksbeirat am 21. Juli wieder vorgelegt, ebenso der Themenpunkt "Radweglückenschluss am Haarlass".

Fanz verwies noch darauf, dass mit Verkehrsspiegel und Poller in der Hirtenaue das Problem sich begegnender Fahrzeuge keinen Millimeter gelöst sei. Er bat das Verkehrsmamanagement, darüber nachzudenken, die Hirtenaue zur Abwärts - Einbahnstraße zu machen. Auffahrten seien Moselbrunnenweg, Friedhofweg und Schönauer Straße.

An der Ausfahrt aus dem unteren Kuchenblech-Parkplatz schreibt ein Gebotsschild die Fahrtrichtung nach rechts vor. Dies hätte zur Folge - so Fanz - dass dann nicht wenige Autofahrer die Kleingemünder Straße zur Durchfahrt nach Osten nutzten. Er empfahl die Wegnahme dieses Rechts-Abbiege- Gebotes und die Bewerkstelligung freier Sicht nach Osten.

Frau von Dahl bat das Verkehrsmanagement um Prüfung eines sicheren Fahrradweges im Steinbachtal. Fanz berichtete hierzu, dass der Bau eines sicheren Fahrradweges entlang des (verdohlten) Steinbachs größere bauliche Maßnahmen voraussetzen würde. Zudem wäre dann die Kombination Radfahrer und Fußgänger nicht unproblematisch. Aus diesem Grund hätte man für die Peterstaler Straße Tempo 30 vorgeschlagen, damit Rad- und Autofahrer die Straße gefahrloser benutzen könnten.

** Im Vorfeld der Bezirksbeiratssitzung wurde Herr Richard darum gebeten, sich mit Herrn Hofbauer, dem neuen Leiter des Tiefbauamtes in Verbindung zu setzen. Es soll an eine Zusage des geschiedenen Leiters, Herrn Weber, erinnert werden, einen "runden Tisch" wegen der Sanierung des "Leinpfades Ost" durchzuführen. **

Zusammenfassung der Bezirksbeiratssitzung vom 01.12.2020

TOP 2 Liegewiese neben der "Adler-Überfahrt" (Antrag der CDU)

Die als Nur-Information vorgestellte Gedankenplanung entbehrte noch in vielen Punkten der überprüften Fakten: Ökologische Fragen, z.B Tier- und Strauchschutz sind noch nicht abgeklärt, der Untergrund der besagten Fläche ist noch nicht untersucht, die Kosten nicht bezifferbar. Dennoch konnten sich einige Sprecher diese Fläche als Zugewinn vorstellen. Das Landschaftsamt wurde daher gebeten, die offenen Fragen zu verfolgen.

TOP 3 Durchfahrerproblem in der Kleingemünder Straße

Alle Bezirksbeiräte sind der Meinung, dass der Nur-Durchfahrtsverkehr dort nichts zu suchen hat. Vieles wurde in der Vergangenheit probiert, angedacht und wieder verworfen. Das Verkehrsmanagement griff Vorschläge der CDU und Grünen auf und diskutierte ihre Umsetzbarkeit:
Verkehrshindernisse wie Schwellen, Kissen, Kübel hätten ihre Nachteile für andere Verkehrsteilnehmer, so Klaus Fanz (Grüne) in der Aussprache, Schranken für "berechtigt Einfahrende" (Chip, Code, etc.) zögen natürlich einen Aufwand mit, beschrieb das Verkehrsmanagement. Fanz hält diese Lösung für machbar, sah aber auch den Aufwand. Insofern rückte die zeitverlängernde Schrankenlösung - für Einfahrer "ohne Berechtigung" in den Vordergrund, wie sie vom Verkehrsmanagement vorgetragen wurde. Konkret : Es dürften alle einfahren, an ein oder zwei Schranken müsste der Autofahrer die Schranke per Knopfdruck betätigen und somit die Durchfahrtszeit verlängern. Dr. Peter Schlör (CDU) verband diese Lösung mit dem Charakter der Vorerst-Lösung mit dem Ziel nach Aufstellung einer oder zwei Schranken insbesondere die Auswirkung auf die Geschäftswelt zu überprüfen.
Der Bezirksbeirat beschloss, dieses Lösungsprinzip dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung als Empfehlung zu übermitteln.

TOPO 4 "Neue Stücker" als verkehrsberuhigte Zone

Diskussionslos nahmen die Bezirksbeiräte die beabsichtigte Einrichtung dieser Zone als verkehrsberuhigte Fläche zur Kenntnis. Ziel ist die formal richtige Ausweisung von Parkmöglichkeiten für die Anwohner.

TOP 5 Verschiedenes

Dr. Peter Schlör bedankte sich stellvertetend für alle Bezirksbeiräte für die Arbeit der Stadtverwaltung.

Roselinde Schwalm (Grüne) fand lobende Worte für die Restaurierung des "Rosensteig-Pfades" zum Büchsenacker - nach Jahren der juristischen Auseinandersetzung.

Kleingemünder Straße - Lösungsvorschlag der Stadt übermittelt. - Durchfahrer sperren.

Schätzungsweise 750 Autofahrer pro Tag benutzten früher zu Spitzenzeiten die Kleingemünder Straße als Durchgangsstraße zur Neckarbrücke und nach Kleingemünd. Genaue Zahlen übermittelte das Verkehrsmanagement am 26.11.2020 für den 20.9.2018: Von 907 Auto's waren 508 Nur-Durchfahrer. Dies ist verkehrswidrig ("Anlieger frei") und entspricht nicht den Absichten der verkehrsberuhigten Zone, in der der Fußgänger absoluten Vorrang hat.

Die Straße mit Pollern zu sperren träfe die Geschäfte extrem hart, denn die Ziegelhäuser sind an einer funktionierenden Geschäftsstraße interessiert. Fahrt erschwerende Maßnahmen wie "Berliner Kissen" erschweren auch Fußgängern, Fahrradfahrern, Menschen mit Rollator, Rettungsfahrzeugen die Benutzung der Kleingemünder Straße. Diese Hindernisse sind zwar Teil des Vorschlags an die Stadt, dennoch präferieren die Bezirksbeiratsmitglieder die "Zwei-Schranken-Lösung".

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Wo also könnte die Lösung liegen? 

Grundsätzlich: Anliegern die Einfahrt erlauben, Durchfahrer jedoch sperren

Die Grünen in Ziegelhausen sprechen sich für eine Zwei - Schranken - Lösung aus, wohl wissend, dass dies kein hundertprozentiger Königsweg ist. Vielleicht lässt sich durch Diskussionsbeiträge auf dieser Plattform die Lösung verfeinern und verbessern.

Zwei – Schranken – Lösung:  Jeweils eine Schranke wird am Anfang und Ende der Straße aufgestellt. Die Einfahrt wird mit der Herausgabe eines elektronischen Chips quittiert. Der dort wohnende oder arbeitende Anlieger, evtl.  behinderte Menschen erhalten einen Dauerchip, einkaufende Anlieger oder Zulieferer lassen sich im jeweiligen Geschäft eine elektronische Information auf den Chip speichern. (vgl. Parkhaus Kaufhof) Mit dieser Information können sie an der zweiten Schranke die Zone verlassen. Im Notfall anfahrende Handwerker nutzen Sprecheinrichtungen, Rettungsfahrzeuge haben eigene Möglichkeiten. Lesegeräte von Personalausweisen könnten auch weiterhelfen. Einen möglichen Stau an der ersten Schranke nach hinten in die Peterstaler Straße hinein, ließe sich durch Vorverlegung der Schranke in die Kleingemünder Straße verhindern, so dass auch die Zufahrt zum Moselbrunnenweg frei gehalten werden könnte. Wer nur durchfahren will, hat diese Möglichkeit nicht. - Nachteile: Etwas mehr Aufwand für die Geschäfte, Anschaffung der Chip-Lesegeräte. - Dies wird Aufgabe der Stadtverwaltung sein, diese Feinheiten zu prüfen.

Das Abstellen eines Autos in der Kleingemünder Straße  soll aber prinzipiell immer mehr zur Ausnahme werden (z.B. für Mitbürger mit Handicap), denn die Kuchenblechparkplätze / Plätze für Kunden der Volksbank sind nur wenige Fußminuten entfernt. Außerdem versperrt man Fußgängern durch das Abstellen des PKW in der Straße nicht den Weg und parkt stressfreier.  

Die Gemeinderäte von Bündnis 90 / Die Grünen im Bauausschuss und Verkehrausschuss haben diesen Vorschlag am 15.9. und 16.9 2020 der Stadt übermittelt.

Mitdiskutieren 

Bezirksbeiratssitzung am 22.07.2020

TOP 1 Kleingemünder Straße - Gestaltung

Das planende Büro legte Planungen mit Neupflasterungen, Begrünung und Sitzbänken vor, um die "Hauptstraße" in Ziegelhausen attraktiver zu machen. Großes Manko ist jedoch die absichtliche Durchfahrung der Straße durch viele Autofahrer. Vorschläge wie Poller oder andere Hindernisse kommen jedoch wegen Freihaltung für Rettungsfahrzeuge nicht in Frage. Die Grünen wollen aber das Auto auf den Kuchenblechparkplatz gestellt wissen, Ausnahme: Behinderte Mitbürger.

TOP 2 Situation östlicher Leinpfad zum Stauwehr Orthopädische Klinik

Denkmalgeschützte Pflasterung der Böschung und Leinpfad befinden sich in schlechtem Zustand. Das Gelände befindet sich in zweifachen Privatbesitz. Das obere Gelände wird der Stadt zum Nulltarif angeboten. Dadurch würden der Stadt Kosten für Sicherung und Restaurierung entstehen. Die Höhe dieser Kosten ist umstritten. Während die Stadt von derzeit 1,5 Mio ausgeht - Tendenz steigend - beziffern andere Fachleute /Wasserbauexperten und Bezirksbeiräte der Grünen das Vorhaben mit 100 000€.
Tiefbauamtsleiter Weber sagte zu, eine Experten- Analysekommission zu bilden, die sich mit Vorhaben und Kosten beschäftigt.

TOP 3 Lückenschluss des kombinierten Rad- und Fußweges zwischen Haltestelle Stift Neuburg und Russenstein.

Der Gemeinderat wird sich am 23.7. damit beschäftigen. Im Dezember 2020 wird das Thema dem Bezirksbeirat vorgelegt.

TOP 4 Ziegelhäuser Neckarbrücke

Die fast 70 Jahre alte Brücke gebe nun fast zwangläufig den Geist auf. Man rechne mit noch 5 Jahren "Leichtbetrieb". Planungen haben konkret noch nicht begonnen.

TOP 5a) Tempo 30 km/h in der Peterstaler und Wilhelmsfelder Straße

Die Stadtverwaltung lehnt dies ab, weil die strengen Voraussetzungen dafür nicht gegeben wären: Unzumutbarer Lärm und Abgase, Gefahren für Kinder bei angrenzenden Häusern. Außerdem müsse die Straße überregionalen Verkehr aufnehmen. Die Grünen sehen sehr wohl Lärmgründe, da die Straße vielfach durch eine Wohnbebauung verläuft und Lärm auch trichterartig hochgetragen wird. Die Straße darf aktuell vor dem Kindergarten Peterstal mit 50 km/h befahren werden, ebenso der Abschnitt an der Bushaltestelle vor der Steinbachschule. Die Enge der Straße und die Beparkung lassen keine Fahrradstreifenabtrennung zu, so dass der steigende Fahrradverkehr die Straße mit Autos mit Tempo 50 zu teilen wäre. Der überregionale Verkehr - vorwiegend aus Wilhelmsfeld - würde vorraussichtlich die bebauungsfreie Strecke über den Schriesheimer Branichtunnel nach Heidelberg wählen, wenn es in Ziegelhausen Tempo 30 gäbe. Der Zwang zur Aufnahme überregionalen Verkehrs bestimmt noch lange keine Geschwindigkeit von 50 km/h - wie das Beispiel Uferstraße in Neuenheim zeigt. In diesem Zusammenhang sagte das Verkehrsmanagement zu, die Reduzierung der Geschwindigkeit von der Einmündung (Landesstraße) bis zur Neckarschule von 50 auf 30 km/h wohlwollend zu prüfen.

TOP 5b Weitere Querungen im Bereich der Peterstaler und Wilhelmsfelder Straße

Es gibt mehrere neuralgische Punkte dazu: Neckarschule, "Edeka - Eck", Steinbacher Tal, Fürstendamm, Kita-Bürgerhaus Peterstal, Schweizertalstraße. Die Grünen haben dies in einem Konzept vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung befindet sich dazu einem Prozess der Prüfung, (Sicherheitsaudit)

TOP 6 Verschiedenes

Gegenverkehrssituation in der engen Hirtenaue

Das Problem ist - ohne Befahrung des Gehwegs- derzeit nicht zulösen. Die Stadt steltte eine Verrbreiterung der Fahrbahn unter Verschmälerung des Gehwegs in Aussicht. Dennoch müssen frontal aufeinander zufahrende Autos zurücksetzen-bis hinunter in die Peterstalerstraße. Ein grüner Vorschlag - zumindest für die Zeit der Sperrung des Schulbergweges - erklärt die Hirtenaue zur Einbahnstraße im unteren Teil, Aufwärtsstrecken wären der Moselbriunnenweg, der Friedhofweg und später die Schönauer Straße.

Das Portal "Neckar und Steinbach" für öffentlichkeitswirksame Stadtteilpolitik

Der Betreiber, Klaus Fanz, forderte seine Kolleginnen und Kollegen im Bezirksbeirat und die Gemeinderäte aus Ziegelhausen auf, das Portal für die Darstellung ihrer Ansätze zur Lösung Ziegelhäuser Probleme zu nutzen in der Absicht, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und transparent zu diskutieren.

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Antrag Leinpfad  -  Oktober 2019

Der Bezirksbeirat Ziegelhausen bittet die Stadtverwaltung Heidelberg, zunächst die Restaurierung und Weiterführung des Leinpfades technisch, verkehrlich und haushalterisch zu prüfen und dem Bezirksbeirat zu berichten.  Bilderstrecke dazu

Begründung:Der Ausbau des westlichen Teil Richtung Stadt ist sicher ein wichtiger Beitrag auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit (für Fußgänger und Radfahrer). Beim Bau der Umgehungsstraße wurde darauf geachtet, einen Fußweg vor der Mauer anzulegen. Das fehlende Stück ist aber nicht Teil der U-Straße; es beginnt dort, wo die U-Straße in den Teil der Landesstraße einmündet, der dort schon immer verlaufen ist. Die Wiederherstellung des östlichen Abschnitts ist eher für den Erholungswert, aber auch im Zusammenhang mit dem Seniorenheim nicht unerheblich.Neue Aufenthaltsorte am Fluss würden den Erholungswert dieser Strecke deutlich steigern.

Antrag Roselinde Schwalm 

 

Ergebnisse der Begehung am 4.7.2020
Grüne machen der Stadt Heidelberg detaillierte Vorschläge.

Am 4.7.2020 trafen sich Stadtrat Sahin Karaaslan, Dr. Jörg Sommer von der Fußwegeinitiative, Bernhard Pirch-Rieseberg vom ADFC und Klaus Fanz, Bezirksbeirat der Grünen um das entsprechende Gelände "mit Metermaß" zu erkunden. Im Kern ging es um den Abschnitt von der Haltestelle Stift Neuburg bis zum Russenstein. Diesen Gehweg benutzen Radfahrer in beiden Richtungen und ebenso Fußgänger auf 2 m Breite. Als Ergebnis der Begehung stellte sich heraus, dass entweder durch Verbreiterung oder/und Wiederbelebung des historischen Leinpfades an der Wasserlinie den Fußgängern eine attraktive Alternative geschaffen werden soll, die den Fahrradverkehr oben sicherer und besser fließen läßt. Gutes Beispiel hierfür ist die Strecke von der "Adler-Überfahrt" neckaraufwärts.
Projekt westlicher Leinpfad.

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Antrag Brücke -  Januar 2020

Die Stadtverwaltung möge den Bezirksbeirat so rasch  wie möglich über den Faktenstand, weitere Schritte und Perspektiven, die Ziegelhäuser Brücke betreffend, informieren.

Antrag Klaus Fanz

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Antrag Radonmessungen  - Januar 2020

Die Stadt Heidelberg möge den Bezirksbeirat darüber informieren, ob sie in Ziegelhausen-Peterstal schon aktuell Radonmessungen in städtischen Gebäuden durchführen will. Radon ist für Bronchialkarzinome verantwortlich und kommt im geologischen Untergrund Granit vor. Das ist in Ziegelhausen (und evtl. auch in anderen Bergstadtteilen) der Fall. 

Antrag Klaus Fanz

Die Antwort der Stadt Heidelberg vom 14.2.2020 (Umweltamt) verweist auf die Zuständigkeit des Regierungspräsiums Karlsruhe.

 

Die Nachfrage be der Radonberatungsstelle Karlsruhe weist allerdings in eine denkbare lommunale Zuständigkeit in der Zukunft, nämlich, wenn tatsächlich Messungen erhöhte Werte aufweisen. Dann muss die Stadt Gebäude mit Arbeitsplätzen im Detail messen und evtl. sanieren. Das trifft natürlich in erster Linie Schulen und (städtische) Kindergärten.

Die Stadt Burgkirchen bei Passau hat dies in Eigenregie durchgeführt und bezahlt mit Kosten, die bei 3 Schulen und 4 Horten bei ca. 2 000€ lagen,zzgl. der Anfahrtswege

Angesicht der (relativ geringen) Kosten stellt sich die Frage, ob es der Stadt Heidelberg wert sein könnte, ein Ergebnis, das entweder beruhigt oder Sanierung nach sich zieht, ungefähr 3 Jahre früher zu kennen, denn der Messungszeitraum sollte 1 Jahr nicht unterschreiten.

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Anfragen beim Rechtsamt (Bächenbuckel)

Behinderung der Verkehrssituation Am Bächenbuckel

Die Bezirksbeiratsfraktion der Grünen fragte zweimal bei der Stadtverwaltung nach, warum die Verkehrbehinderung am Bächenbuckel nicht schneller beseitigt werden kann.
Es gibt lt. Stadt 2 Abwägungspunkte:
Es ist zu unterscheiden zwischen dem zivilgerichtlichen Verfahren, bei dem es um Verursachungsanteil und anschließend Schadensersatz geht und öffentlich-rechtlichen Pflichten der Stadt (Verkehrssicherungspflicht für die Straße und Gefahrenabwehr).

Das Rechtsamt der Stadt ist der Ansicht, dass das vorliegende Verfahren in seiner Länge nicht unüblich sei.
Weiter sei eine Einflussnahme im Hinblick auf Verkürzung nicht möglich.
Eventuell könne sich noch ein zivilrechtliches Verfahren anschließen.

Originalzitat Rechtsamt

  • Verkehrssicherungspflicht/Gefahrenabwehr:

Die Stadt hatte zunächst das Erforderliche zur Verkehrssicherung und zur Gefahrenabwehr getan (Fangschutz und Anordnung der Sicherung der Granitblöcke).

Nach Aussage des Gutachters im selbständigen Beweisverfahren kann eine Gefahrenlage weiterhin bei feuchter Witterung nicht ausgeschlossen werden, so dass der Fangschutz nicht abgebaut werden kann.

Da die Verkehrssituation im Bächenbuckel unbefriedigend ist und die vom Gutachter angesprochene Gefahrenlage geklärt werden muss, wird die Stadt nun selbst ein Gutachten in Auftrag geben, um zu klären, ob der Fangschutz verändert/verschmälert werden kann, um eine zweispurige Befahrbarkeit der Straße zu ermöglichen und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Außerdem soll geklärt werden, ob eine konkrete Gefahr (vom Gutachter wurde die Gefahr nicht näher konkretisiert) vorliegt, so dass eventuell einstweilige weitere Sicherungsmaßnahmen im Hang selbst erforderlich sind.

Es wird relativ zeitnah und lange vor Abschluss der zivilgerichtlichen Verfahren geklärt sein, ob sich der Fangschutz ohne Sicherheitseinbuße verschmälern lässt und wieviel das kosten wird.  

Wenn allerdings der Gutachter zum Ergebnis kommt, dass keine konkrete Gefahr vorliegt und auch keine sofortigen Änderungen am Fangschutz notwendig sind, ist zu bedenken, dass Bauarbeiten am Fangschutz (z. B. für die Errichtung einer Bohrpfahlwand) eine zeitweilige Sperrung des Bächenbuckels erfordern würden. Eine Umleitung könnte dann nur über den Schulbergweg erfolgen, der aber wegen der Bauarbeiten selbst gesperrt ist. Die Bauarbeiten am Fangschutz wären dann möglicherweise erst nach Abschluss der Baustelle im Schulbergweg durchführbar.

(Zitatende)

Fazit: Wenn dem allem so ist, dass private, materielle Interessen zeitliche Priorität haben, so ist da eigentlich Grundlegendes zu ändern.

Poller in der Hirtenaue                                 17.04.2020

- Schreiben an das Verkehrsmanagement, Herrn Thewalt.

Um das Befahren des Gehwegs in der Hirtenauezu verhindern, sind nun Sperrpoller gesetzt worden. Beim Aufeinandertreffen insbesondere bei Beteiligung größerer Fahrzeuge wie dem Bergbus muss nun rangiert werden - rückwärts.

1. Wer hat eigentlich die Rangierpflicht? Der, der aufwärts oder der, der abwärts fährt.

Hier -in der Mitte der unteren Hirtenaue- und in der Straße Am Bächenbuckel wurde und wird der Gehweg als Fahrbahn benutzt.
Was macht den Unterschied aus? - Nur die Kombination mit Geld relevanten Zusammenhängen? (Gutachten usw.)

Offenbar ist es aber theoretisch möglich, den vorhandenen Gehweg in die Fahrbahn einzubeziehen, obwohl dies gerade bei Dunkelheit in der Hirtenaue gefährlich ist.

2. Vorausgesetzt, man bezöge den Gehweg als Ausweichfläche wieder ein, wie könnte man die Sicherheit für Fußgänger erhöhen?

Um letztlich auf der ganz sicheren Seite zu sein, müsste man über eine Fahrtfreigabeampel auf diesem Teilstück Untere Hirtenaue nachdenken, wie es derzeit im Friedhofweg realisiert ist.
Sie haben sicherlich darüber nachgedacht.

3. Was spricht dafür, was dagegen?

Klaus Fanz

 

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Das Amt für Verkehrsmanagement schrieb folgende Antwort

Die Poller bleiben.

Wir haben die Gegebenheiten in der Hirtenaue zusammen mit der Verkehrspolizei erneut geprüft und können Ihnen nun Folgendes mitteilen:

Die Hirtenaue ist im unteren Abschnitt vor der Einmündung in die Peterstaler Straße eine steile Straße, die auf einem Abschnitt mit etwa 80 m Länge nur einspurig befahrbar ist. Fahrzeuge, die talabwärts fahren, haben an dieser Engstelle Vorfahrt, um nicht im Falle von Gegenverkehr rückwärts den Berg hoch ausweichen zu müssen.

Wie uns mitgeteilt wurde, befahren viele Fahrzeugführer, die talabwärts fahren, den Gehweg rechts neben der Fahrbahn, um besser in die Engstelle einsehen zu können. Des Weiteren weichen viele Fahrzeugführer bei Gegenverkehr über diesen Gehweg aus. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) legt fest: „Nicht zur Fahrbahn gehören […] Gehwege […].“ Demnach ist es untersagt, den Gehweg zu befahren.

Durch eine Befahrung des Gehweges in der Hirtenaue werden zu Fuß Gehende insbesondere bei Dunkelheit massiv gefährdet. Mit der Anbringung der Poller werden Fußgänger nun im Kurvenbereich vor unvorhersehbar und unkontrolliert ausweichenden Fahrzeugen geschützt. Bei unserer Entscheidung haben wir auch berücksichtigt, dass der westliche Gehweg in der Hirtenaue integraler Bestandteil des städtischen Kinderwegeplans für den Stadtteil Ziegelhausen ist und infolgedessen auch von vielen Schulkindern genutzt wird. Der Gehweg in der Hirtenaue ist eine der wenigen Möglichkeiten für zu Fuß Gehende, in die Peterstaler Straße bzw. das Stadtteilzentrum zu gelangen.

Dass durch diese Maßnahme Fahrzeugführer die Engstelle schlechter einsehen und bei Gegenverkehr auch schlechter ausweichen können, haben wir bei der Prüfung der Maßnahme berücksichtigt. Unseres Erachtens ist ein Befahren der Hirtenaue bei vorausschauender und rücksichtsvoller Fahrweise unter Beachtung der Verhaltensregeln nach § 1 StVO verkehrssicher möglich.

Nach Abwägung aller Aspekte teilen wir Ihnen mit, dass die Poller bestehen bleiben.

Begründet wird dies damit, dass die Sicherheit des zu Fuß Gehenden an dieser Stelle dem einzelnen Fahrzeugführer, der sich im Kurvenbereich vorantasten muss, gegenüber deutlich überwiegt.

Unabhängig davon wird derzeit geprüft, ob zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation, wie z.B. die Anbringung eines Verkehrsspiegels, sinnvoll und notwendig sind.

Gemäß § 45 Absatz 1c Straßenverkehrsordnung darf der Verkehr in Tempo 30 Zonen nicht mittels Lichtzeichen geregelt werden.

- Zitatende - 

 

Nachfragen von der grünen BBR - Fraktion beim Verkehrsmanagement bzgl. Abweichungen vom Gesagten im Friedhofweg (Lichtzeichenanlage) und Am Bächenbuckel (Gehwegbefahrung) hatten zur Antwort, dass beides "Ausnahmesituationen"  seien, die nach Behebung der Ursachen wieder rückgängig gemacht würden.

In der Bezirksbeiratssitzung vom 22.07.2020 stellte Herr Kunz vom Verkehrsmanagement die Verbreiterung der Fahrbahn unter Wegnahme eines Gehweganteils in Aussicht.

Nach Meinung der Grünen kostet diese Maßnahme viel Geld, löst das Problem nicht (immer noch kommen größere Autos nicht aneinander vorbei) und zwingt mehrere Fußgänger in den "Entengang" hintereinander.

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